|
Theoretisch können die meisten Menschen mit
Hilfe verschiedenster Ideen- und Kreativitätstechniken
Erfindungen generieren, die zur Lösung von Problemen eingesetzt
werden können. Das hört sich unglaublich an, ist aber eine
Tatsache. Die Methoden sind schon mehrfach erprobt, und es gibt
zahlreiche Produktbeispiele, die dem Einsatz solcher Methoden
hervorgegangen sind. Auch die Wissenschaft lässt sich bei ihren
Forschungs- und Entwicklungsarbeiten von verschiedenen Reizen
und Kombinationen verschiedener Methoden inspirieren. Generell
bekannt sind z. B. der Lotuseffekt für Feuchtigkeits- und
Schmutzabweisende Oberflächenbeschichtungen oder die
Haifischhaut, die zu einer besseren Aerodynamik genutzt wird.
Auch der Dieselmotor wurde von Rudolf Diesel durch solch einen
Kombinationseffekt gebaut. Er ließ sich von der Parfümflasche
seiner Frau inspirieren, als sie diese benutzte, um das
Sprühverfahren des Dieselkraftstoffes im Dieselmotor zu
entwickeln.
Es gibt zahlreiche Methoden, um neue Ideen, Erfindungen und
Lösungen zu generieren. In der SIGNO-Veranstaltung der
regionalen Wirtschaftsförderungs-agentur AGIT werden Experten
aus der Unternehmens- und Innovationspraxis einige dieser
Methoden praxisbezogen vorstellen. Die klassische
Ideengenerierung über Brainstorming, Mindmapping, Ideenworkshop
oder morphologische Matrix sind eher für einen breiten und
ersten Anwendungsbereich geeignet. Diese stellt der
Innovationsberater der Handwerkskammer Aachen Herr Franssen vor.
Dr. Hartmann von der Technologie und Patentconsulting Kaarst
wird die Innovationsmethode TRIZ vorstellen.
TRIZ wurde schon 1946 als Methode von einem russischen
Wissenschaftler entwickelt und findet seitdem gezielt Anwendung.
Ins Eingemachte geht es weiter mit den Konfrontations- und
Szenariotechniken. Ein sehr erfahrener und erfolgreicher
Innovationsmanager, Herr Schaude aus Darmstadt, der schon vielen
kleinen und mittleren Unternehmen zu unerwarteten
Innovationserfolgen verholfen hat, referiert über die beiden
Methoden und gibt zahlreiche Beispiele. "Es ist erstaunlich,
welche Inputs zu welchen scheinbar damit gar nicht in Verbindung
stehenden Outputs als Lösung führen können", sagt Frau Havva
Coskun von der AGIT. Sie berät selbst Innovatoren und
technologieorientierte Gründer bei der AGIT. "Circa 90 % der
Ideen sind letztlich nicht wirklich verwertbar! Viele
Unternehmen oder Personen können mit Hilfe der
Kreativitätstechniken ihre Produkte verbessern, neue Produkte
oder Geschäftsideen entwickeln", so die Expertin, die selbst
auch Finanzierungsmöglichkeiten für Entwicklung und Verwertung
von Innovationen bei der Veranstaltung vorstellen wird. Prof.
Klaus Spies, der den letzten Workshop zum Thema "sicherer und
kostengünstiger Weg zu neuen Produkten und Verfahrenstechniken"
anbietet, ist ebenfalls ein bekannter und erfolgreicher Fachmann
auf dem Gebiet der Innovationsentwicklung. Er hat schon
zahlreichen Unternehmen geholfen, mit Hilfe der Methode "Invention
by Selection" neue Produkt- und Verfahrensentwicklungen
erfolgreich umzusetzen.
Die Teilnahme ist kostenlos. Der Veranstaltungsort ist das
Technologiezentrum am Europaplatz, Saal 2. Die Veranstaltung ist
am 15.
April 2010 von 14:00 - 18:00 Uhr. Anmeldungen können unter
d.pollin@agit.de der telefonisch unter 0241/9631028
entgegengenommen werden.
*SIGNO ist eine Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft
und Technologie, steht für "Schutz von Ideen für gewerbliche
Nutzung" und unterstützt kleine und mittlere Unternehmen und
Erfinder u. a. mit der Förderung der Patentkosten.
AGIT mbH / Dennewartstr. 25 - 27 / 52068 Aachen
Tel: +49 (0)241 963-1028 / Fax: +49 (0)241 963-1033 / d.pollin@agit.de
www.agit.de / www.technologieregion-aachen.de
Aachen - Veröffentlicht von pressrelations |